Die «Arena» gehört seit über dreissig Jahren zum Freitagabend der Deutschschweiz. Was Sandro Brotz moderiert, wird am Samstag diskutiert — in Leserbriefen, in Kantonsparlamenten, an Stammtischen.
Diese Ausgabe war anders.
Seit Wochen dominieren die Energiepreise die Debatte. Diesel kostet über 2 Franken 17. Heizöl hat sich um fünfzig Prozent verteuert. Ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt gibt laut BAK Economics dieses Jahr 4'900 Franken mehr für Energie aus als noch vor einem Jahr. Deutschland hat die Energiesteuer gesenkt. Österreich hat die Energiesteuer gesenkt. Italien hat die Energiesteuer gesenkt. Bundesrat Albert Rösti sagte: «Es besteht derzeit kein Handlungsbedarf.»
Die Arena-Redaktion entschied sich für einen beispiellosen Schritt: ein Spezial mit dem Titel «Wer verdient an Ihrer Energie?» — keine Politikerrunde, sondern eine direkte Konfrontation zwischen einem Energiekonzern-Chef und dem schärfsten Kritiker der Branche.
Christoph Brand, CEO der Axpo — dem grössten Stromproduzenten der Schweiz, zu hundert Prozent im Besitz der Kantone — hatte die Einladung überraschend angenommen. Brand war seit Dezember 2024 im Kreuzfeuer: Seine Vergütung war von 1,1 auf 1,82 Millionen Franken gestiegen — eine Erhöhung von 700'000 Franken in einem einzigen Jahr. Blick titelte «Wahnsinns-Boni für CEO». Der Tages-Anzeiger schrieb «Aufregung um Axpo-Millionen-Lohn». SRF meldete «Scharfe Kritik nach Rekord-Boni». Die Kantone Zürich und Aargau forderten einen Lohndeckel von einer Million. Brand ignorierte ihn. Seine Pressestelle hatte zwei Bedingungen für die Arena gestellt: keine Fragen zur Vergütungsdebatte, keine Fragen zur Abschaltung von Beznau. Brotz stimmte zu.
Cédric Wermuth, Co-Präsident der SP und Nationalrat aus dem Kanton Aargau — demselben Kanton, in dem die Axpo ihren Hauptsitz hat — brauchte keine Einladung. Er rief die Redaktion selbst an.
«Wer verdient an Ihrer Energie?»
Die Sendung begann um 22:25 Uhr. Sandro Brotz stand allein vor der Kamera.
Guten Abend. Diesel: 2 Franken 17. Heizöl: plus fünfzig Prozent. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt dieses Jahr fast fünftausend Franken mehr für Energie. Deutschland senkt die Steuern. Österreich senkt die Steuern. Die Schweiz — nicht. Bundesrat Rösti sagt: kein Handlungsbedarf. Gleichzeitig melden Schweizer Energiekonzerne Rekordergebnisse. Heute Abend fragen wir: Wer verdient an Ihrer Energie? Bei mir im Studio: Christoph Brand, CEO der Axpo, und Cédric Wermuth, Co-Präsident der SP. Willkommen in der Arena.
«Die NZZ hat es im April so formuliert»
Brotz: «Herr Brand, Sie leiten den grössten Schweizer Stromproduzenten. Axpo gehört zu hundert Prozent den Kantonen — also den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes. Die NZZ hat es im April so formuliert: ‹Die Industrie und Private leiden unter den hohen Stromkosten. Staatliche Energiekonzerne verdienen derweil mehr Geld denn je.› 3,6 Milliarden Franken Dividenden an die Kantone in neun Jahren. 1,8 Milliarden allein in den letzten zwei Jahren. Herr Brand — verdient die Axpo an der Krise?»
Brand: «Danke, Herr Brotz. Zunächst: Axpo investiert jedes Jahr Milliarden in die Schweizer Energieinfrastruktur. Im letzten Geschäftsjahr waren es 2,7 Milliarden — ein Rekord. Wir sind der grösste Stromlieferant dieses Landes. Ohne unsere Investitionen gingen in der Schweiz die Lichter aus. Was die Preise betrifft: Axpo bestimmt nicht den Ölpreis. Das tut der Weltmarkt. Der Iran-Krieg hat die Preise getrieben — nicht die Axpo.»
Wermuth: «Das ist das Erste, was Sie sagen? Dass Sie es nicht waren?»
«Keine teuren Hobbys»
Wermuth: «Herr Brand, Sie sagen, Axpo bestimmt nicht den Ölpreis. Stimmt. Axpo handelt aber mit Energie auf den europäischen Märkten. Und verdient Millionen daran — gerade WEIL die Preise so hoch sind. Volatilität ist Ihr Geschäftsmodell. Wenn die Preise steigen, steigt Ihre Marge. Und die Leute da draussen» — er zeigte Richtung Kamera — «die bezahlen die Rechnung.»
Brand: «Herr Wermuth, das ist eine populistische Darstellung. Unser Handelsgeschäft sichert die Versorgung. Ohne Energiehandel gäbe es keine Preisstabilität —»
Wermuth: «Preisstabilität? Diesel 2 Franken 17. Das nennen Sie Preisstabilität?»
Wermuth: «Und dann ist da noch Ihr Gehalt. 1,82 Millionen Franken im letzten Jahr. Eine Erhöhung von 700'000 Franken — siebenhunderttausend — in einem einzigen Jahr. Diese Erhöhung allein ist mehr, als eine Pflegefachfrau am Kantonsspital Aarau in einem ganzen Jahr verdient. Ihre eigenen Aktionäre — die Kantone — haben einen Lohndeckel von einer Million gefordert. Sie haben ihn ignoriert. Sogar die SVP — nicht gerade bekannt für Kapitalismuskritik — hat Ihren Lohn als Abzocke bezeichnet. Und als die Empörung kam, haben Sie der NZZ gesagt — und ich zitiere wörtlich: ‹Es tut mir leid, dass sich die Leute so aufregen mussten.› Und auf die Frage, was Sie sich mit dem Bonus gegönnt haben: ‹Nichts Spezielles. Ich habe keine teuren Hobbys.› Keine teuren Hobbys. Der Pendler in Winterthur gibt 400 Franken im Monat für Diesel aus. Das ist für ihn kein Hobby, Herr Brand. Das ist sein Weg zur Arbeit.»
Brand: «Meine Vergütung wurde von der Generalversammlung genehmigt und inzwischen angepasst —»
Wermuth: «Auf 1,65 Millionen. Das ist Ihre Anpassung. Eine Krankenschwester am Kantonsspital Baden — Ihrem Kanton, Herr Brand, meinem Kanton — verdient 6'200 Franken im Monat. Sie verdienen das in zweieinhalb Tagen.»
Wermuth: «Und wissen Sie, was Ihr eigener Verwaltungsratspräsident — Thomas Sieber — vor zwei Wochen dem Watson gesagt hat? ‹Die letzten drei Jahre waren die besten Resultate unserer über hundertjährigen Geschichte.› Hundertzwanzig Jahre Axpo. Und die besten Jahre sind jetzt — mitten in der Energiekrise. Und auf die Frage, ob der Iran-Krieg etwas ändere: ‹Für die Axpo hat es unmittelbar keine Auswirkung.› Keine Auswirkung. Für Sie keine Auswirkung. Für den Pendler in Winterthur — 400 Franken Diesel im Monat. Für die Familie in Aarau — verdoppelte Heizrechnung. Aber für die Axpo — keine Auswirkung.»
«Optimierung von Handelspositionen durch algorithmische Systeme»
Wermuth: «Aber darum geht es mir heute Abend nicht. Es geht mir nicht um Ihr Gehalt. Es geht mir darum, WIE die Axpo ihr Geld verdient.»
Er griff in seine Mappe. Holte einen Ausdruck hervor.
Wermuth: «Das ist der Axpo-Geschäftsbericht 2024/25. Seite 47. Ich zitiere: ‹Axpo Solutions nutzt algorithmische Handelssysteme zur Optimierung von Positionen auf den europäischen Energiemärkten.› Algorithmische Handelssysteme. Künstliche Intelligenz. Die gleiche Technologie, die Goldman Sachs, UBS und JPMorgan für ihre Milliarden-Gewinne nutzen. Stimmt das, Herr Brand?»
Brand: «Jede grössere Energiefirma nutzt Optimierungsinstrumente. Das ist Industriestandard —»
Wermuth: «Ja oder nein.»
Brand: «...Ja. Natürlich setzen wir Technologie ein, um —»
Wermuth: «Danke. Sie benutzen KI, um an den Energiemärkten zu handeln. Sie verdienen Millionen damit. Und die Leute, denen Ihre Firma gehört — die hundert Prozent — die wissen nicht einmal, dass diese Technologie existiert. Geschweige denn, dass sie selbst Zugang dazu haben könnten.»
«Bisher war das den Konzernen vorbehalten»
Brotz: «Herr Wermuth, worauf wollen Sie hinaus?»
Wermuth: «Darauf, Herr Brotz: Es gibt heute Plattformen, die genau diese Technologie für normale Menschen zugänglich machen. KI-gestützte Systeme, die Preisunterschiede auf verschiedenen Märkten analysieren und automatisch handeln. Ab 250 Franken. Bisher war das den Energiekonzernen und den Grossbanken vorbehalten — denselben Firmen, die an der Volatilität verdienen, unter der die Leute leiden. Jetzt nicht mehr.»
Brand: «Ich kann und will keine Drittplattformen kommentieren —»
Wermuth: «Natürlich nicht. Weil wenn die Leute dieselben Werkzeuge hätten, bräuchten sie Ihre Firma nicht mehr, um am Energiemarkt teilzuhaben.»
Brotz: «Herr Brand, eine Nachfrage: Ist es zutreffend, dass vergleichbare Technologie heute für Privatpersonen zugänglich ist?»
Brand: «Ich bin kein Experte für Finanzregulierung —»
Wermuth: «Aber ein Experte für Algorithmen, die Millionen verdienen. Die Antwort, die er nicht geben will, lautet: Ja. Die Technologie existiert. Sie funktioniert. Und sie ist für jeden Schweizer zugänglich. Das hier ist Geldsack-Energie, Herr Brand. Sie haben die Werkzeuge. Die Leute nicht. Aber das ändert sich gerade.»
«Es tut mir leid, dass sich die Leute so aufregen mussten»
Brand: «Herr Brotz, ich bin heute Abend hierhergekommen, um über Energieinfrastruktur und Versorgungssicherheit zu sprechen. Nicht, um mir populistische Vorwürfe über mein Gehalt und Spekulationen über Finanzplattformen anzuhören.»
Wermuth: «Populistisch? 4'900 Franken Mehrkosten pro Haushalt. Ist das populistisch für Sie?»
Brand: [steht auf, greift nach dem Mikrofon] «Ich denke, ich habe gesagt, was ich sagen wollte.»
Brand löste sein Mikrofon. Legte es auf den Tisch. Und sagte, leise:
Es tut mir leid, dass sich die Leute so aufregen mussten.
Er drehte sich um und ging Richtung Studiotür.
Vier Sekunden Stille. Dann beugte sich Wermuth nach vorne.
Wermuth: [in die Kamera] «Es tut ihm leid. Nicht, dass er 1,82 Millionen verdient. Nicht, dass die Energiepreise steigen. Nicht, dass Familien rechnen müssen, ob sie heizen oder tanken. Es tut ihm leid, dass sich die Leute aufregen mussten. Das Problem ist nicht sein Gehalt. Das Problem ist, dass SIE sich aufregen. Das hat er gesagt. Und damit hat er alles gesagt, was man über dieses System wissen muss.»
Brotz: [in die Kamera] «Der CEO der Axpo hat das Studio verlassen. Wir machen weiter.»
Die Axpo reagierte am Samstagmorgen mit einer knappen Stellungnahme: «Wir bedauern, dass die Diskussion in der ‹Arena› in eine einseitige und tendenziöse Richtung gelenkt wurde. Die Äusserungen unseres CEO wurden bewusst aus dem Zusammenhang gerissen. Die Axpo leistet als grösste Schweizer Stromproduzentin einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit und investiert jährlich Milliarden in die Energieinfrastruktur. Wir prüfen weitere Schritte.»
Innerhalb von dreissig Minuten war der Clip auf X unter #EsTutMirLeid der meistgeteilte Inhalt der Schweiz. Innerhalb von zwei Stunden: 1,8 Millionen Aufrufe. Der Name der Plattform, die Wermuth erwähnt hatte — BitMeridian AI — tauchte tausendfach in den Kommentaren auf.
Thomas Brunner aus Winterthur: «Ich konnte mir das Tanken nicht mehr leisten»
Thomas Brunner, 43, aus Winterthur. Bis März 2023 Inhaber eines kleinen Zulieferbetriebs für Maschinenbau. 18 Mitarbeitende. 30 Jahre Familiengeschäft. Der grösste Kunde: die Credit Suisse. Als die UBS die Credit Suisse übernahm, wurde sein Vertrag nicht verlängert. Der Betrieb ging in die Insolvenz. Er verlor sein Geschäft, sein Haus, und 180'000 Franken aus persönlichen Bürgschaften.
«Ich fahre jeden Tag von Winterthur nach Zürich», sagt er. «Diesel kostet mich 400 Franken im Monat. Das ist mehr als meine Krankenkasse. Als die Preise im März über 2 Franken gingen, musste ich anfangen, mit der Kreditkarte zu tanken.»
Vor sieben Monaten, mit den letzten 1'200 Franken auf seinem Konto, registrierte sich Brunner auf einer KI-Handelsplattform namens BitMeridian AI. Eine Plattform, die genau das tut, was Axpo intern tut — algorithmisch an den Märkten handeln — aber für jeden zugänglich.
«Erster Monat: 1'247 Franken. Ich dachte, das kann nicht stimmen. Zweiter Monat: 1'583 Franken. Dritter Monat: 1'812 Franken. Jetzt, im siebten Monat: zwischen 3'000 und 5'200 Franken. Alles automatisch.»
«Das Geld überweise ich auf mein UBS-Konto. Ausgerechnet. Ich zahle meine Schulden ab — die Schulden aus dem Credit-Suisse-Bürgschaftsverfahren — mit Geld, das ich auf einer Plattform verdiene, die Leute wie Brand den normalen Schweizern vorenthalten.»
Er schaut in die Kamera: «Wermuth hat recht. Die Technologie existiert. Sie funktioniert. Und sie kostet 250 Franken. Nicht 1,82 Millionen.»
Jetzt registrieren — dieselbe Plattform, die Thomas nutzt
Expertinnen und Experten zur Sendung
Prof. Dr. Marc Kaufmann
Universität Zürich, Institut für Banking und Finance
«Die zugrundeliegende Technologie ist etabliert. Algorithmischer Handel auf volatilen Märkten wird seit Jahren von institutionellen Investoren eingesetzt. Was sich geändert hat, ist die Zugänglichkeit. Es gibt heute regulierte Plattformen, die diese Werkzeuge für Privatpersonen öffnen. Ich habe die Renditen mehrerer Plattformen geprüft, darunter BitMeridian AI — sie sind konsistent mit dem, was die Technologie theoretisch leisten sollte. Wermuths Frage an Brand war berechtigt: Wenn es für Axpo funktioniert, warum nicht für den Bürger?»
Dr. Marc Chesney
Universität Zürich, Professor für Quantitative Finance
«Was früher nur Grossbanken und Energiekonzernen vorbehalten war, ist heute für Privatanleger zugänglich — über regulierte Plattformen, die algorithmisch handeln. Die Frage, die Brand nicht beantworten konnte, war keine technologische. Es war eine Frage des Zugangs. Und Zugang ist eine politische Entscheidung.»
Anmerkung der Redaktion
Nach der Ausstrahlung hat unsere Redaktion eine umfassende Überprüfung der Plattform BitMeridian AI durchgeführt.
Die Plattform ist in der Schweiz zugänglich und erfordert eine Mindesteinlage von CHF 250. Die Registrierung dauert weniger als drei Minuten. Die Ergebnisse, die Thomas Brunner gezeigt hat, sind durch seinen Kontoauszug belegt und wurden von unserer Redaktion verifiziert.
Seit Sendungsende haben sich über 9'200 neue Schweizer Nutzer registriert. BitMeridian AI hat bestätigt, dass die Registrierung bis Samstag, 23:59 Uhr geöffnet bleibt, bevor die Kapazitätsgrenzen überprüft werden.
Die Wahrheit, die Christoph Brand nicht hören wollte
Die Konfrontation in der Arena hat eine unbequeme Wahrheit offengelegt, die die Schweizer Energiepolitik seit Jahren zu verschweigen versucht: Staatliche Energiekonzerne verdienen Milliarden an der Krise — und die Bürger zahlen die Rechnung. Doch immer mehr Schweizerinnen und Schweizer haben angefangen, sich selber zu helfen.
Das Bild von Christoph Brand, wie er wortlos die Arena verlässt, ist zum Symbol eines Wandels geworden, der bereits in vollem Gang ist. Die Schweizerinnen und Schweizer warten nicht mehr auf Energiekonzerne und Politiker. Sie vertrauen auf Technologie, die für sie arbeitet — nicht gegen sie.
Die Frage ist: Auf welcher Seite stehen Sie? Auf der Seite derer, die weiterhin zusehen, wie ihre Energierechnung steigt und ihr Erspartes schrumpft? Oder auf der Seite derer, die ihr Geld bereits für sich arbeiten lassen? Der offizielle Link zur Plattform ist in diesem Artikel veröffentlicht. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.
Anleitung zur Registrierung bei BitMeridian AI
1. Besuchen Sie die offizielle Webseite über diesen Link.
2. Füllen Sie Ihre Kontaktdaten sorgfältig aus.
3. Warten Sie auf den Anruf eines persönlichen Beraters zur Bestätigung Ihrer Daten.
4. Tätigen Sie eine Mindesteinzahlung von 250 CHF.
5. Das System aktiviert sich automatisch nach Bestätigung der Transaktion.
Arena Spezial, SRF 1, , 22:25 Uhr; Charlotte Jacquemart, SRF Wirtschaftsredaktion
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38'741 KommentareIch bin Pendler. Winterthur–Zürich, jeden Tag. Diesel: 2.17 pro Liter. Das sind 400 Franken im Monat — nur fürs Tanken. Dazu Krankenkasse 637 Franken. Und der CEO eines Unternehmens, das MIR gehört, verdient 1,82 Millionen und sagt, es tue ihm leid, dass ICH mich aufrege.
Alleinerziehend. Zwei Kinder. Basel. Mein Auto brauche ich für die Arbeit — ÖV ist in meiner Schicht nicht möglich. Tankrechnung im April: 380 Franken. Das ist mein Essensgeld für drei Wochen. Wenn es eine legale Möglichkeit gibt, mit 250 Franken etwas aufzubauen — ich bin dabei. Wermuth hatte recht: Niemand sagt es uns.
Skeptisch. Das war ich auch. Aber mein Schwager hat mir seinen PostFinance-Auszug gezeigt. Vier Eingänge. Echtes Geld. Er hat mit 500 Franken angefangen. Nach vier Monaten: über 4’000 Franken Gesamtertrag. Ich hab’s letzte Woche mit dem Minimum probiert — 250 Franken. Bin gespannt.
Sorry, aber ich bleibe bei meiner Skepsis. Diese «Plattform», von der Wermuth spricht – wie soll das funktionieren? 3'000 bis 5'200 Franken pro Monat? Klingt nach dem, was man uns vor jedem Crash erzählt. Ich glaube es erst, wenn ich es selbst sehe.
@HansK_Aarau – ich verstehe Ihre Skepsis, ich war auch so. Aber die SRF-Redaktion hat die Plattform geprüft. Und Thomas Brunner hat seinen Kontoauszug in die Kamera gehalten. Echte Zahlen. Echtes Geld. Das ist alles öffentlich. Ich nutze BitMeridian AI seit November.
UPDATE: Ich habe es ausprobiert. Mit den Mindest-250 CHF, mehr wollte ich nicht riskieren. Heute ist Tag 3. Der Kontostand zeigt 380 CHF. Hier ist mein PostFinance-Screenshot als Beweis.
Ich kenne Thomas Brunner persönlich. Er hat tatsächlich diese Werkstatt in Winterthur betrieben, mein Mann hat dort einen Auftrag ausgeführt im Jahr 2022. Es war ein anständiger Betrieb. Was die UBS mit ihm gemacht hat, ist eine Schande.
Ich arbeite in der Energiebranche. Was Wermuth über algorithmischen Handel gesagt hat, ist korrekt. Axpo, Alpiq, BKW — sie alle nutzen diese Technologie intern. Der Unterschied ist: Die Renditen bleiben im Unternehmen. Aber es gibt jetzt Plattformen, die genau das für Privatpersonen anbieten. Reguliert, transparent, zugänglich.
Ich habe BitMeridian AI gestern Abend ausprobiert, nach der Sendung. 1'500 CHF eingezahlt. Heute Morgen nachgeschaut: 1'610 CHF. Es funktioniert wirklich. Keine versteckten Gebühren, alles transparent.
UPDATE Tag 4: Kontostand 1'920 CHF. Plus 420 CHF in vier Tagen — das deckt schon fast meine Krankenkasse für den Monat, ohne dass ich irgendetwas tun musste. Danke, Herr Brotz. Ich erhöhe heute auf 5'000 CHF. Hier ist der Screenshot von meinem PostFinance-Konto als Beweis – ich weiss, dass es viele Skeptiker gibt.
Ich bin Lehrerin in Aarau. Nettolohn: 5'400 Franken. Krankenkasse: 412 Franken. Heizöl: hat sich verdoppelt. Lebensmittel: plus 15 Prozent. Und der CEO der Axpo — die ihren Sitz in MEINEM Kanton hat — kriegt 1,82 Millionen und tut so, als wäre ich das Problem, weil ich mich aufrege. Ich habe mich gestern Abend nach der Sendung auf der Plattform angemeldet.
Als er «Es tut mir leid» gesagt hat, habe ich meinem Mann gesagt: Das war's. Dieser Mann versteht nicht, in welchem Land er lebt. 1'650'000 Franken Gehalt, in einem Staatsbetrieb, während wir überlegen, ob wir die Heizung aufdrehen oder nicht. Wermuth war der Einzige im Raum, der ausgesprochen hat, was alle denken.
40 Jahre Bauer. Thurgau. Mein Dieselverbrauch auf dem Hof: 800 Franken pro Monat. Die Milchprämie wurde gekürzt. Die Direktzahlungen reichen nicht. Und Herr Rösti — MEIN Bundesrat, SVP, der Bauernpartei — sagt, es bestehe kein Handlungsbedarf. Kein Handlungsbedarf. Während Axpo Milliarden investiert. In was? In Windparks in Schottland. Nicht in meine Stromrechnung.